4 Tipps für Ihre Import- und Exportgeschäfte mit China
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4 Tipps für Ihre Import- und Exportgeschäfte mit China

Möchten Sie ein Import-/Exportgeschäft mit China aufbauen oder Ihre bestehenden Geschäftsbeziehungen optimieren? Der chinesische Markt zeichnet sich durch seine Größe und die Komplexität der sich ständig weiterentwickelnden Vorschriften aus, denen er unterliegt...

Entdecken Sie unsere 4 wichtigsten Tipps, um Ihr Import- und Exportgeschäft mit China zu optimieren und so den Fortbestand Ihres Unternehmens zu sichern.

Die Besonderheiten des chinesischen Marktes

Chinas Wirtschaftspartner

Als zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt mit einem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2021 auf 16.493 Milliarden Dollar geschätzten BIP verzeichnet die Volksrepublik China seit mehreren Jahren einen sehr hohen Handelsüberschuss. 

Nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) ist das Reich der Mitte der weltweit größte Exporteur von Waren und zugleich der zweitgrößte Importeur der Welt. In den letzten Jahrzehnten hat sich China nach und nach dem Außenhandel geöffnet, sodass dieser heute mehr als 35 % seines gesamten BIP ausmacht.

Chinas wichtigste Wirtschaftspartner im Exportbereich (Abnehmerländer) sind (Comtrade-Daten):

  • die Vereinigten Staaten (16,8 %);
  • Hongkong (11,2 %);
  • Japan (5,7 %);
  • Südkorea (4,4 %);
  • Vietnam (3,9 %).

Chinas wichtigste Wirtschaftspartner im Importbereich (Lieferländer) sind (Comtrade-Daten):

  • Südkorea (8,4 %);
  • Japan (8,3 %);
  • die Vereinigten Staaten (6 %);
  • Australien (5,8 %);
  • Deutschland (5,1 %).

Die bilateralen Beziehungen zwischen China und der Schweiz

China und die Schweiz unterhalten seit 1950 bilaterale Beziehungen, die durch zahlreiche Dialoge in vielfältigen Bereichen wie Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft, Finanzen oder Umwelt geprägt sind. 

Seit 2010 ist China nach der Europäischen Union (EU) und den Vereinigten Staaten der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz und damit der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien.

Tipp Nr. 1: Eine auf den Incoterms basierende Importstrategie einführen

Leider werden Sie als Unternehmen, das Waren aus China in die Schweiz importiert, wahrscheinlich feststellen müssen, dass die gelieferten Waren Transportschäden aufweisen. Denn sei es in der Fabrik während der Produktion oder beim Verladen – die Fracht wird nicht immer mit der nötigen Sorgfalt behandelt

Im Rahmen einer Geschäftsbeziehung zwischen Importeur und Exporteur können die Risiken für den Importeur jedoch stark variieren. Daher ist es unerlässlich, Ihren Importverträgen und den darin enthaltenen Garantien besondere Aufmerksamkeit zu widmen, um die Dienstleistung auszuwählen, die den Erwartungen Ihres Unternehmens am besten entspricht.

Im internationalen Handel sind die Incoterms das A und O.

Diese standardisierten Bedingungen legen die Verantwortlichkeiten von Verkäufer und Käufer in jeder Phase des Warentransports fest und legen insbesondere den genauen Zeitpunkt fest, zu dem die Verpflichtungen, die Übernahme der Transportkosten, die Risiken, die Versicherung und die Zollabfertigung vom Verkäufer auf den Käufer übergehen.

Insgesamt gibt es 11 Incoterms, wobei die beiden Extreme dieser Skala den Incoterm EXW und den Incoterm DDP bilden.

Bei der Incoterms-Klausel EXW ist der Verkäufer lediglich für die Bereitstellung der Ware verantwortlich; folglich trägt der Käufer die Kosten und das Risiko für den Transport bis zum Lieferort.

Im Gegensatz dazu ist beim Incoterm DDP der Verkäufer für alle Kosten und Risiken des Transports verantwortlich, während der Käufer die Ware lediglich in Empfang nehmen muss. Zur Information: Die meisten im Internet getätigten Käufe basieren auf diesem DDP-Modell.

Tipp Nr. 2: Suchen Sie sich einen zuverlässigen Anbieter

Als Exportnation par excellence, die jahrelang als „Werkstatt der Welt“ bezeichnet wurde, bietet China unzählige potenzielle Lieferanten für Ihr Unternehmen. Es ist daher ratsam, Ihre Partner sorgfältig und unter Berücksichtigung ihrer Zuverlässigkeit auszuwählen.

Dazu können Sie zunächst eine einfache Google-Suche durchführen, um Kundenbewertungen zu finden. Sie können auch die beliebtesten Online-Verzeichnisse und -Plattformen wie Alibaba, Global Sources oder das Hong Kong Trade Development Council durchsehen.

Darüber hinaus vergeben einige Websites wie beispielsweise Alibaba ihren Lieferanten verschiedene Vertrauens- und Garantienstufen (diese Statusangaben finden Sie in den Suchfiltern der Plattform):

  • Gold Supplier: Der Anbieter zahlt eine monatliche Gebühr, um diesen Status zu behalten (ein Zeichen für Professionalität und Rentabilität);
  • „Assessed Supplier“ – der Lieferant wurde geprüft (sein Werk wurde besichtigt und es wurden zahlreiche Überprüfungen seiner Geschäftstätigkeit durchgeführt);
  • Als Begünstigter der Trade Assurance ist das Angebot des Anbieters durch den Alibaba-Service abgesichert, der es Ihnen ermöglicht, bei Problemen eine Reklamation einzureichen.

Gut zu wissen: Der vollständige Name des Werks Ihres zukünftigen Lieferanten liefert wertvolle Informationen, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen können. Dieser Name sollte sich in der Regel wie folgt zusammensetzen: Standort (Stadt, Region) + Firmenname + Produkt + Unternehmensart. Aber Vorsicht: Der chinesische Markt ist nach wie vor besonders starr und bürokratisch. Schon das einfache Fehlen eines Punktes am Ende des Namens Ihres Lieferanten kann dazu führen, dass Ihre Zahlung abgelehnt wird; obwohl sie sich sehr ähnlich sind, sind die Bezeichnungen „XYZ LTD.“ und „XYZ LTD“ nicht identisch!

Tipp Nr. 3: Beantragen Sie das CCC-Zertifikat (Export)

Das China Compulsory Certification (CCC)-Zertifikat ist eine Zertifizierung zur Standardisierung der Produktqualität (vergleichbar mit dem CE-System der EU, wenngleich es gewisse Unterschiede gibt). Es wurde 2002 eingeführt und gilt für fast alle Produkte, die nach China exportiert werden können, sowie für bestimmte chinesische Produkte.

Tatsächlich müssen Ihre Waren im Rahmen Ihrer Exporttätigkeit nach China zwingend die Normen und Vorschriften bezüglich des CCC-Zertifikats erfüllen. Bei Nichteinhaltung dieser Vorschriften werden Ihre Waren an der chinesischen Grenze zurückgehalten oder an Sie zurückgeschickt.

Um diese Zertifizierung zu erhalten, müssen Sie:

Tipp Nr. 4: Nutzen Sie das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China (Export)

Die Schweiz hat das Glück, als einziger westeuropäischer Staat über ein umfassendes bilaterales Freihandelsabkommen mit China (das einen Markt von fast 1,3 Milliarden Menschen darstellt) zu verfügen, und zwar seit dem 1. Juli 2014. 

Ein besonders interessantes Abkommen für Import- und Exportunternehmen, da es Bestimmungen zu folgenden Punkten enthält:

  • im Waren- und Dienstleistungsverkehr;
  • nichttarifäre Handelshemmnisse;
  • im Bereich Handel und nachhaltige Entwicklung;
  • zum Schutz des geistigen Eigentums.

Achtung: Der Evaluationsbericht zum Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China zeigt, dass nur 40 % der Schweizer Unternehmen, die davon profitieren könnten, das Abkommen auch tatsächlich nutzen – und zwar aufgrund der Schwierigkeiten, den Präferenzursprungsnachweis für ihre Waren zu erbringen. Stellen Sie daher sicher, dass Sie diesen Nachweis einholen, um in vollem Umfang von dem Abkommen zu profitieren!

Transportversicherung, CCC-Zertifikat, Auswahl des besten Lieferanten… Nun kennen Sie unsere 4 Tipps, um Ihre Import- und Exportgeschäfte mit China unter optimalen Bedingungen abzuwickeln. 

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die SCCC, die Swiss Chinese Chamber of Commerce. Dieser in der ganzen Schweiz vertretene Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Handelsbeziehungen zwischen China und der Schweiz zu verbessern. Mit über 40 Jahren Erfahrung bietet die SCCC ihren Partnern zahlreiche Dienstleistungen wie Konferenzen, Veranstaltungen und umfassende Beratung an, um Schweizer Unternehmen bei ihrer Ansiedlung und Entwicklung in China bestmöglich zu unterstützen.

Wenn Sie alles über die Feinheiten dieser Branche erfahren möchten, lesen Sie auch unseren umfassenden Leitfaden zum Import/Export in der Schweiz.


Aber Vorsicht: Eine Import-/Exporttätigkeit birgt zwangsläufig eine Reihe finanzieller Risiken, insbesondere das Wechselkursrisiko; aus diesem Grund stellt Ihnen b-sharpe seinen Online-Devisenservice zur Verfügung!

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