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Gründung einer Zweigniederlassung in der Schweiz: Schritte, Kosten und Steuern

Zahlreiche Unternehmen aus dem In- und Ausland entscheiden sich für die Gründung einer Niederlassung in der Schweiz, um ihre Geschäftstätigkeit international auszubauen. Diese Lösung bietet zahlreiche Vorteile, setzt jedoch die Kenntnis der rechtlichen und steuerlichen Besonderheiten der Schweiz voraus.

Welche Schritte sind bei der Gründung einer Niederlassung in der Schweiz zu beachten? Vorschriften, rechtliche Rahmenbedingungen, Formalitäten … Es sind bestimmte Schritte einzuhalten, damit Ihr Unternehmen offiziell anerkannt wird – und das alles auf der Grundlage eines soliden steuerlichen und rechtlichen Konzepts. Folgen Sie unserem Leitfaden, damit Sie nichts übersehen!

Niederlassung oder Tochtergesellschaft in der Schweiz: Was ist der rechtliche und steuerliche Unterschied?


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihr Unternehmen in der Schweiz zu etablieren und in den verschiedenen Städten auszubauen.

Haben Sie bereits ein bestehendes Unternehmen? Ob in der Schweiz, in Frankreich oder anderswo – Ihnen stehen zwei Strategien zur Verfügung, um Ihre Geschäftstätigkeit auszubauen: die Gründung einer Zweigniederlassung oder die Eröffnung einer Tochtergesellschaft. Beide Unternehmensformen unterliegen dem Schweizer Recht, doch jede hat ihre eigenen steuerlichen, buchhalterischen und rechtlichen Verpflichtungen.

Verantwortung und Eigenständigkeit der beiden Einrichtungen

  • Die Zweigniederlassung bleibt rechtlich von ihrer Muttergesellschaft abhängig. Sie muss daher unter demselben Namen firmieren. Einziger zu beachtender Punkt: Der Name der Zweigniederlassung muss unterscheidungskräftig sein. Ganz einfach: Wenn Sie vorhaben, nach Genf zu ziehen, könnten Sie sie beispielsweise „[Name des Unternehmens] – Zweigniederlassung Genf“ nennen.
  • Die Tochtergesellschaft hingegen verfügt über eine eigene Rechtspersönlichkeit. Auch wenn ihr Kapital mehrheitlich von der Muttergesellschaft gehalten wird, bleibt sie eine eigenständige juristische Person mit eigenem Stammkapital.

Auswirkungen auf die Buchhaltung und die Steuererklärungen



  • Die Zweigniederlassung: Sie zahlt in der Schweiz Steuern auf ihre lokalen Gewinne, doch diese werden anschließend in die Bilanz der Muttergesellschaft einbezogen. Befürchten Sie eine Doppelbesteuerung – erst in der Schweiz und dann in Frankreich? Keine Sorge: Die Steuerabkommen zwischen den beiden Ländern schützen Sie vor diesem Risiko. Aber das ist noch nicht alles: Sie müssen kein Kapital hinterlegen, die Gründungskosten sind gering und Sie müssen auch nicht vor einen Notar treten. Einzige Schwierigkeit: Sie müssen einen in der Schweiz ansässigen Vertreter der Tochtergesellschaft benennen.
  • Die Tochtergesellschaft: Da es sich um eine eigenständige Rechtsform handelt, führt sie eine eigene Buchhaltung und verfügt über ein eigenständiges steuerliches Ergebnis.

    In der Praxis können Sie somit Dividenden an die Muttergesellschaft ausschütten, ohne dass die Abschlüsse beider Unternehmen konsolidiert werden müssen. Die Gründung einer Tochtergesellschaft ist hingegen kostspieliger und mit mehr Aufwand verbunden: Notarbesuch und obligatorische Kapitaleinlage, Gründungskosten von mindestens mehreren tausend Schweizer Franken sowie die Notwendigkeit einer eigenen Buchhaltung.

Wann sollte man eine Zweigniederlassung einer Tochtergesellschaft vorziehen?

Die Gründung einer Zweigniederlassung ist ideal, um sich in der Schweiz mit minimalem Verwaltungsaufwand in Rekordzeit niederzulassen. Aber Vorsicht: Dieser Status ermöglicht es Ihnen nicht, Ihre Geschäftstätigkeit in der Schweiz zu diversifizieren. Das Gesetz schreibt vor, dass die Geschäftstätigkeit derjenigen der Muttergesellschaft entsprechen muss.

Die Gründung einer Tochtergesellschaft, deren Einrichtung aufwändiger ist, eignet sich besser für Unternehmen, die eine rechtlich und steuerlich völlig eigenständige Einheit anstreben.

Welche Rechtsform für eine Zweigniederlassung? (AG oder GmbH)


Da eine Zweigniederlassung keine eigene Satzung hat, müssen Sie zwingend dieselbe Rechtsform wie die Muttergesellschaft wählen.

Unterschiede zwischen Kapitalgesellschaften (AG, GmbH) und Personengesellschaften

Schweizer Einwohner, Grenzgänger oder Führungskräfte internationaler Unternehmen können problemlos eine Niederlassung in der Schweiz gründen. In der Praxis sind die gängigsten Rechtsformen für Schweizer Kapitalgesellschaften die AG oder die GmbH, da sie die Haftung der Geschäftsleitung begrenzen und deren Privatvermögen schützen. Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Personengesellschaften.

Auswirkungen für ausländische Unternehmen

Bei einem ausländischen Unternehmen muss die Rechtsform der Muttergesellschaft in der Schweiz anerkannt sein. Andernfalls wird die Eintragung der Zweigniederlassung nicht genehmigt. Konkret bedeutet dies, dass ein ausländisches Unternehmen, das als AG oder GmbH organisiert ist, problemlos innerhalb von weniger als einem Monat eine Zweigniederlassung in derselben Rechtsform gründen kann. Dies sind die in der Schweiz gängigsten Rechtsformen.

Welche behördlichen Schritte sind für die Gründung einer Zweigniederlassung in der Schweiz erforderlich?


Unabhängig davon, ob die Muttergesellschaft in der Schweiz oder im Ausland ansässig ist, muss die Gründung einer Zweigniederlassung bestimmte behördliche Vorschriften erfüllen, um offiziell anerkannt zu werden. Hier sind die wichtigsten Schritte.

Eintragung ins Handelsregister und erforderliche Unterlagen

Eine Zweigniederlassung muss zunächst im Handelsregister der Schweiz in dem Kanton eingetragen werden, in dem sich ihr Sitz befindet. Sie müssen lediglich den Firmennamen, die Rechtsform, die Registrierungsnummer, die Adresse der Zweigniederlassung, ihren Geschäftszweck und den Namen ihres Vertreters angeben.

Ernennung eines in der Schweiz ansässigen Vertreters

Das Gesetz lässt ausländische Vertreter zu, sofern diese ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Sie müssen also keinen Vertreter mit Schweizer Staatsangehörigkeit wählen.

Umsatzsteueranmeldung und obligatorische Sozialversicherungen

Auch die Registrierung für die Schweizer Mehrwertsteuer ist obligatorisch. Am einfachsten ist es, diese Formalität online zu erledigen, indem Sie folgende Nachweise vorlegen:

  • Auszug aus dem Handelsregister
  • IDE-Nummer
  • Sozialversicherungsnummer
  • Umsatzprognosen
  • Für ausländische Unternehmen: Benennung eines in der Schweiz ansässigen Vertreters

Vorteile der Gründung einer Niederlassung in der Schweiz

Die Gründung einer Niederlassung in der Schweiz ist für ein französisches Unternehmen die pragmatischste Lösung. In nur vier Wochen können Sie bereits Ihre Expansion auf einem der stabilsten und attraktivsten Märkte Europas vorantreiben.

Zugang zu einem stabilen Markt und qualifizierten Arbeitskräften

Die Schweiz überzeugt durch ihre ausgezeichnete wirtschaftliche und politische Stabilität. Für ein ausländisches Unternehmen ist die Gründung einer Niederlassung in der Schweiz zudem die Gewissheit, in einen Markt zu investieren, dessen Kaufkraft zu den höchsten weltweit zählt.

Die Schweiz zeichnet sich dadurch aus, dass sie hochqualifizierte Fachkräfte anzieht – ein Glücksfall für die Rekrutierung lokaler und internationaler Talente. Allerdings sind die Arbeitskosten zu beachten: Schweizer Arbeitnehmer verdienen im Durchschnitt 2,5-mal so viel wie in Frankreich.

Einfachere Formalitäten als bei einer Tochtergesellschaft

Die Gründung einer Niederlassung ist in erster Linie eine Möglichkeit, den Schweizer Markt zu testen, ohne den Verwaltungsaufwand und die finanziellen Belastungen einer eigenständigen Struktur in Kauf nehmen zu müssen:

  • Keine Kapitalpflicht
  • Es ist keine notarielle Urkunde erforderlich
  • Gründungskosten von maximal ca. 500 CHF
  • Vereinfachte Verwaltungsformalitäten
  • Schneller Start des Geschäftsbetriebs
  • Eine flexible Lösung, um den Markt vor weiteren Investitionen zu sondieren

Mit welchen versteckten Kosten ist zu rechnen?


Leider bleiben auch Unternehmen von den hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz nicht verschont! Der Schweizer Franken ist stark, die Betriebskosten sind hoch, und die lokalen Banken erheben zahlreiche Gebühren für Transaktionen, insbesondere bei Geschäftskonten. Die gute Nachricht ist, dass es Lösungen gibt, um diese Hindernisse zu umgehen.

Bankgebühren und Devisengeschäfte

Wenn Sie sich an eine traditionelle Schweizer Bank wenden, werden Sie schnell feststellen, dass die Spreads bei Ihren Devisengeschäften zu hoch sind, ganz zu schweigen von den Kontoführungsgebühren.

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Kosten für die Begleitung durch Treuhänder oder Juristen

Auf dem Papier ist die Gründung einer Niederlassung in der Schweiz einfach. In der Praxis empfehlen wir jedoch, sich dabei unterstützen zu lassen. Da jeder Fehler Zeit und Geld kostet, ist es entscheidend, sich auf spezialisierte Treuhänder oder Juristen zu stützen. Ihr Vorteil: Sie kennen die lokalen Verfahren in- und auswendig. Für viele ist dies ein unverzichtbarer (und beruhigender) Schritt, damit die Unternehmensziele perfekt mit dem Schweizer Buchhaltungs- und Rechtssystem in Einklang stehen.

Wie hoch sind die Gesamtkosten für die Gründung einer Zweigniederlassung in der Schweiz?

Die Zweigniederlassung ist die einfachste und kostengünstigste Unternehmensform:
• Eintragungsgebühren: ca. 500 CHF.
• Keine Einlage von Kapital erforderlich.
• Mögliche weitere Kosten: Übersetzungen, Treuhand, Mehrwertsteuer.

Muss zur Eröffnung einer Zweigniederlassung Kapital eingezahlt werden?

Nein, im Gegensatz zu einer Tochtergesellschaft muss kein Kapital eingezahlt werden.

Welche Unterlagen sind für die Eintragung ins Handelsregister erforderlich?

Hier sind die Informationen und Dokumente, die für die Eintragung erforderlich sind:
• Aktueller Handelsregisterauszug der Muttergesellschaft (nicht älter als 6 Monate).
• Beglaubigte Kopie der Satzung der Muttergesellschaft.
• Offizieller Beschluss der Muttergesellschaft zur Eröffnung einer Zweigniederlassung in der Schweiz.
• Benennung eines Vertreters in der Schweiz (mit Wohnsitzbescheinigung).
• Adresse des Sitzes der Zweigniederlassung in der Schweiz.
• Beschreibung der ausgeübten Tätigkeit (die mit der der Muttergesellschaft identisch sein muss).

Wie kann ich die CHF meiner Zweigniederlassung in Euro umtauschen?

Um Ihre Schweizer Franken in Euro umzutauschen und umgekehrt, ist es weitaus vorteilhafter, traditionelle Banken zu meiden.
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