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Mitteilung der FED

Rückblick auf die Rede von Herrn Powell am Mittwoch, dem 18. September, und Überblick über die wichtigsten von der FED angekündigten Punkte. b-sharpe erklärt Ihnen alles.

Sinkende Zinssätze

Am Mittwoch, dem 18. September, um 20 Uhr fand die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der FED zur Zinslage des Landes statt.

Die Prognosen gingen von einer Zinssenkung um 0,25 Basispunkte aus, was sich bis Anfang September weitgehend bestätigte, bevor die Zahlen zur Beschäftigungsentwicklung außerhalb der Landwirtschaft (NFP am 06.09.) und zur Inflation (CPI am 11.09.) bekannt wurden, die beide schlechter ausfielen als erwartet.

Nach diesen Ankündigungen haben sich die Erwartungen der Anleger leicht verschoben, und die Prognose für eine Senkung um 0,25 Basispunkte hat sich verdoppelt.

Auf dem EUR/USD-Chart ist zu erkennen, dass der Markt nach diesen beiden Meldungen einen Aufwärtstrend verzeichnete, wodurch sich die Kurse erholten und somit diese beiden eher schlechten Zahlen akzeptiert wurden.

Nachdem diese Zahlen von den Anlegern und dem Markt akzeptiert worden waren, kehrte sich die Marktstimmung um, sodass wir von einer Senkung um 0,5 Basispunkte ausgingen.
Die offiziellen Prognosen gingen weiterhin von einer Senkung um 0,25 Basispunkte aus.
Am Mittwoch, dem 18.09., verkündete Herr Powell schließlich die Entscheidung, und die Senkung wurde mit 0,5 Basispunkten und nicht wie erwartet mit 0,25 Basispunkten angekündigt.

Auch auf das Währungspaar EUR/CHF wirkte sich dies nur geringfügig aus, wobei der Euro gegenüber dem CHF um etwa 70 Pips zulegte und am Freitag, dem 20. September, bei 0,9470 notierte.

Rede von Herrn Powell: Die wichtigsten Punkte

Die Rede von Jerome Powell am 18. September 2024 markierte einen wichtigen Wendepunkt in der Geldpolitik der US-Notenbank. Hier sind die wichtigsten Punkte:

  • Zinssenkung: Die FED hat ihren Leitzins um 0,50 Prozentpunkte auf rund 4,8 % gesenkt. Dies ist die erste Senkung seit mehr als vier Jahren.
  • Inflation unter Kontrolle: Powell bekräftigte, dass die Inflation unter Kontrolle sei, mit einem deutlichen Rückgang von 9,1 % im Jahr 2022 auf 2,5 % im August 2024, was nahe am Zielwert von 2 % liegt.
  • Konjunkturhilfe: Die Entscheidung der FED zielt darauf ab, den Arbeitsmarkt zu stützen, der Anzeichen einer Abschwächung zeigt.
  • Ausblick: Powell deutete an, dass bis zum Jahresende weitere Zinssenkungen wahrscheinlich sind. Ziel ist es, das Wachstum anzukurbeln und gleichzeitig die Finanzstabilität zu wahren.
  • Arbeitsmarkt: Obwohl die Inflation oberste Priorität hat, wies Powell darauf hin, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten leicht ansteigen könnte, doch die Fed rechnet nicht mit einer unmittelbaren Rezession.
  • Konjunkturabschwächung: Die US-Wirtschaft zeigt Anzeichen einer Verlangsamung, doch Powell zeigte sich zuversichtlich, dass die Fed in der Lage sei, ihre Politik bedarfsgerecht anzupassen.
  • Aktionsplan: Der Präsident der FED betonte zudem, dass für die Jahre 2025 und 2026 weitere Zinssenkungen zu erwarten seien, abhängig von der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Auswirkungen auf die amerikanischen Haushalte

Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Kreditkartenschulden der US-Haushalte einen Rekordwert von 1.000 Milliarden Dollar erreicht haben. Dies spiegelt einen deutlichen Anstieg wider, der durch die Inflation und die hohen Zinssätze angeheizt wird. Die Verbraucher greifen auf Kreditkarten zurück, um die gestiegenen Kosten auszugleichen, insbesondere für lebensnotwendige Ausgaben wie Lebensmittel, Gesundheitsversorgung und Rechnungen. Auch die Zinssätze für Kreditkarten haben ein historisches Hoch erreicht und liegen oft bei über 20 %, was den finanziellen Druck auf die Haushalte weiter erhöht.

Die am stärksten von Kreditkartenschulden betroffenen Gruppen in den Vereinigten Staaten sind vor allem Haushalte mit geringem Einkommen und junge Erwachsene. Diese Bevölkerungsgruppen spüren die Auswirkungen der Inflation stärker, da sie auf Kredite zurückgreifen müssen, um Grundausgaben wie Lebensmittel, Wohnen und Gesundheitsversorgung zu decken. Die hohen Zinssätze für Kreditkarten erschweren die Rückzahlung und führen oft dazu, dass diese Gruppen in einer Schuldenfalle gefangen sind. Wirtschaftliche Unsicherheit und geringe Ersparnisse tragen dazu bei, ihre Gefährdung noch zu verstärken.

Viele Anleger fragen sich, warum die FED den Leitzins um 0,5 % gesenkt hat, obwohl sie sich in ihren Äußerungen recht optimistisch über die wirtschaftliche Lage der USA geäußert hat. Wäre dies der Fall gewesen, hätte die FED den Leitzins nur um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. War die FED angesichts einer möglichen konjunkturellen Abkühlung einfach nur vorsichtig? Hat sie ihre Entscheidung vom 9. November vorweggenommen, die von den turbulenten Präsidentschaftswahlen beeinflusst werden könnte?

Quelle (Grafik): https://www.tradingview.com/x/eeiIA7vF/

Bildnachweis: Kevin Mohatt

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