6 Tipps, die Grenzgänger ab sofort beherzigen sollten!
Egal zu welcher Jahreszeit: Es lohnt sich immer, gute Vorsätze zu fassen. Ob es nun um Finanzen, Geldwechsel, das Familienleben oder die Mobilität geht. Hier finden Sie eine Liste mit 6 Vorsätzen, die wir Ihnen empfehlen, um Geld zu sparen oder Ihren Alltag zu verbessern.
1. Weniger Zeit im Auto verbringen und die Fahrtkosten senken
Viele von uns fahren mit dem Auto zur Arbeit. Das Autofahren kann anstrengend sein und ist letztendlich auch nicht besonders umweltfreundlich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihr Auto in der Garage stehen lassen können:
- Nutzen Sie häufiger öffentliche Verkehrsmittel und profitieren Sie von den Park-and-Ride-Anlagen, die immer weiter ausgebaut werden: Mit dieser Lösung können Sie in der Regel Ihre Kosten senken und gleichzeitig ein wenig an Lebensqualität gewinnen
- Es gibt keine Ausreden mehr, den Léman Express zu nutzen: Er hält in Bellegarde, Annecy, St-Gervais-les-Bains, Évian-les-Bains sowie in Coppet und fährt direkt ins Zentrum von Genf. Insgesamt gibt es 45 Bahnhöfe in Frankreich und der Schweiz.
- Carsharing über Dienste wie Blablacar nutzen: Sie verkürzen zwar nicht die Zeit, die Sie im Auto verbringen, aber Sie verringern Ihre Müdigkeit und erweitern Ihr Netzwerk, indem Sie neue Leute kennenlernen
- Schlagen Sie Ihrem Arbeitgeber vor, von zu Hause aus zu arbeiten, sofern Ihr Beruf dies zulässt: Das sogenannte „Homeoffice“ ist eindeutig ein Trend, der sich in Schweizer Unternehmen immer mehr durchsetzt.
2. Steuern sparen
Ganz gleich, ob Sie als Grenzgänger an der Quelle oder in Ihrem Wohnsitzland besteuert werden – eine Senkung Ihrer Einkommensteuer kann Ihnen nicht schaden.
- Wenn Sie quellenbesteuert sind (in einem beliebigen Kanton der Schweiz): Viele Grenzgänger wissen es nicht, aber als quellenbesteuerte Person ist es möglich, die Steuerlast durch eine Berichtigung zu senken. Ohne ins Detail zu gehen: Diese Berichtigung ist insbesondere möglich, wenn Sie eine 3. Säule abschliessen (Achtung, nur bis 2020), wenn Sie fehlende Jahre Ihrer 2. Säule nachkaufen oder einfach, wenn Ihr Steuertarif nicht Ihrer familiären Situation entspricht (mit anderen Worten: Sie werden vielleicht nach dem Steuertarif für Alleinstehende besteuert, obwohl Sie drei Kinder haben).
- Wenn Sie in Genf der Quellensteuer unterliegen: Zusätzlich zu den oben genannten Punkten können Sie je nach Ihrer beruflichen und persönlichen Situation möglicherweise den Status eines Quasi-Residenten in Anspruch nehmen, der Steuerabzüge ermöglicht. Auch wenn dieser Status seit diesem Jahr aufgrund einer Volksabstimmung, die seinen Anwendungsbereich eingeschränkt hat, deutlich weniger attraktiv ist, bleibt er dennoch eine Möglichkeit, die Steuerlast zu senken.
- Wenn Sie nicht an der Quelle besteuert werden: Ein Grenzgänger muss möglicherweise keine Steuern in der Schweiz zahlen und wird daher nicht an der Quelle besteuert (dies gilt beispielsweise für Grenzgänger aus dem Kanton Waadt, deren Wohnort weniger als eineinhalb Stunden Fahrtzeit von ihrem Familienwohnsitz entfernt ist). In diesem Fall muss das System der Steuerabzüge und Steuergutschriften in Frankreich in Anspruch genommen werden, und davon gibt es zahlreiche. Während diese den französischen Grenzgängern oft relativ bekannt sind, müssen sich Grenzgänger mit Schweizer Staatsangehörigkeit näher damit befassen, um davon profitieren zu können.
3. Sich bei der Gemeinde in Frankreich anmelden
Wussten Sie, dass Ihre Gemeinde in Frankreich im Grenzgebiet von der Schweiz für jeden erfassten Grenzgänger einen festen Betrag als finanziellen Ausgleich erhält? Und eine Gemeinde mit höheren Einnahmen wird wahrscheinlich weniger geneigt sein, ihre lokalen Steuern zu erhöhen. Das geht ganz einfach: Sie müssen lediglich Ihrer Gemeinde mitteilen, dass Sie in der Schweiz arbeiten, indem Sie eine Erklärung abgeben und einige Dokumente ausfüllen. Das kommt der Gemeinde zugute, also legen Sie los!
4. Die Wechselkursgebühren für EUR/CHF senken
Ob Sie nun regelmäßig Geld umtauschen, zum Beispiel für Ihr Gehalt, oder nur selten – welche Devisenlösung nutzen Sie derzeit? Kennen Sie die Gebühren, die Ihnen berechnet werden, oder gar den Wechselkurs? Es ist an der Zeit, zu vergleichen und sich zu informieren, um die beste Lösung für Ihre Transaktionen zu finden. Nicht alle Anbieter im Devisenbereich (Banken, Wechselstuben, Online-Dienste) wenden die gleichen Tarife an.
5. Bankgebühren senken
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Bankgebühren zu senken:
- Bankgebühren in Frankreich oder im Wohnsitzland senken: Haben Sie schon einmal daran gedacht, zu einer Online-Bank zu wechseln? Der Wechsel zu einer digitalen Bank in Frankreich erscheint uns besonders interessant. Die monatlichen Kontoführungsgebühren und die Gebühren für die Bankkarte lassen sich so fast auf null reduzieren: Warum also darauf verzichten?
- Bankgebühren in der Schweiz senken: Günstige Banklösungen in der Schweiz werden immer seltener, da PostFinance kürzlich ihre Gebühren deutlich auf CHF 25.– pro Monat erhöht hat. Unserer Meinung nach gibt es keine Schweizer Bank, die für Grenzgänger wirklich günstiger ist. Inländer können sich hingegen an ethische Banken wie die Banque Alternative Suisse wenden, die unschlagbar günstige Tarife anbietet.
- Das Schweizer Gehalt direkt an b-sharpe überweisen lassen: Eine Lösung, die viele Grenzgänger in Betracht ziehen, besteht darin, ihr Gehalt vom Arbeitgeber direkt an b-sharpe überweisen zu lassen: Diese Lösung ermöglicht es – sofern der Arbeitgeber damit einverstanden ist –, die Bankgebühren in der Schweiz zu sparen, da b-sharpe keine monatlichen Gebühren erhebt.
6. Eine Niederlassung in der Schweiz in Betracht ziehen
Die Situation der Grenzgänger hat sich in den letzten Jahren in einer Weise entwickelt, die für sie nicht unbedingt vorteilhaft ist: Zwar hat sich die Kaufkraft der Grenzgänger durch die starke Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro erheblich verbessert. Andererseits praktizieren einige Unternehmen eine Inländerbegünstigung, die de facto die Beschäftigungsmöglichkeiten für Grenzgänger einschränkt und im Falle eines Arbeitsplatzverlusts ein Risiko mit sich bringt. Zudem sind die steigenden Krankenversicherungskosten, der Abbau von Steuervorteilen, die Transportkosten und die allgemeine Wahrnehmung von Grenzgängern Faktoren, die die Vorteile des Grenzgängerstatus schmälern. Je nach ihrer Situation könnten einige Grenzgänger durchaus objektiv einen Umzug in die Schweiz in Betracht ziehen.


